Achtung vor UV-Strahlung

Das Leitlinienprogramm Onkologie, die S3-Leitlienie Hautkrebsprävention wurde gerade um neue Empfehlungen erweitert. Ein neues Kapitel ist der „Klimawandel und UV-Strahlung“.

Hierbei gilt nach aktuellen Erkenntnissen die UV-Strahlung als wesentlichster Risikofaktor bei der Entstehung von Hautkrebs.
UV-Strahlung ist ein natürlicher Teil der Sonnenstrahlung und erforderlich für die Anregung der körpereigenen Vitamin D-Bildung. Gleichzeitig ist jedoch die Einwirkung von UV-Strahlung auf die Haut die hauptsächliche Ursache für die Entstehung von Hautkrebs. Daher ist ein bewusster Umgang mit natürlicher wie künstlicher UV- Strahlung unerlässlich.

Vorsorge
Ziel der primären Prävention ist es, übermäßige UV- Expositionen der Haut zu verhindern. Dies gilt in erster Linie für UV-Expositionen durch die Sonne bei Aufenthalt im Freien. Hierzu sind verschiedene Maßnahmen geeignet. Dabei ist die individuelle Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung zu beachten.

Risikogruppen, die besonders auf einen guten Sonnenschutz achten sollten, umfassen:

  • Kinder (insbesondere Babys) und Jugendliche,
  • Menschen, die eher Sonnenbrand als Bräune entwickeln,
  • Menschen mit hellerer Haut, hellem oder rotem Haar oder vielen Sonnenbrandflecken,
  • Menschen mit vielen, auffälligen und/oder angeborenen Muttermalen,
  • Menschen mit geringerer Immunabwehr,
  • Personen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von Hautkrebs
  • Gruppen, die viel Zeit in der Sonne verbringen und daher einem erhöhten Hautkrebsrisiko ausgesetzt sind, wie zum Beispiel: im Freien arbeitende Personen oder auch Personen, die sich in der Freizeit häufig im Freien aufhalten (z. B. Segler, Golfspieler)

Individuelle Verhaltensweisen

  • Anwendung von Sonnenschutzmitteln ! Achtung: wiederholtes Auftragen ca. alle 2 Stunden wichtig, um den Schutz zu erhalten (Wasser, Abrieb, schwitzen). Es erhöht aber nicht den den UV-Schutz, d.h. LSF 30 wird nicht nach 2-maligen Auftragen zu LSF 60!
  • Bitte achten Sie sowohl auf Sonnenschutz UV-A („Hautalterung“), UV-B („Bräune“) und auch auf IF (Infrarot, merkt man an Wärmeentwicklung auf der Haut)
  • Vermeidung von Aussetzung starker Sonnenstrahlen, insbesondere Mittagszeit
  • suchen Sie lieber Schattenplätze auf
  • Aktivitäten im Freien lieber morgens und abends
  • Tragen geeigneter Kleidung und Kopfbedeckung (ggf. mit Nackenschutz), gerade bei Kindern
  • geeignete Sonnenbrille insbesondere bei Kindern ! Achtung bei Billigprodukten !
  • Sonnenbrand vermeiden
  • Solarien vermeiden (Personen unter 20 Jahren Krebsrisiko höher)

ACHTUNG: bei konsequenten und umfassender Einhaltung des Sonnenschutz sollte der Vitamin D-Spiegel ärztlich überprüft werden und ggf. Vitamin D zugeführt werden.

Ich werde einen gesonderten Artikel mit das Thema Sonnenschutz erstellen.
Beachten Sie bitte, Sonnenschutzprodukte maximal eine Saison zu benutzen und nicht permanent im Auto bzw. der Sonne zu lassen!

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Information:
Gesetzlich Versicherte haben ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening. Dieses kann sowohl bei Hausärzten als auch bei Dermatologen durchgeführt werden. Empfohlen wird aber auch unbedingt die Selbstuntersuchung der Haut.

Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs, Kurzversion 2.0, 2021, AWMF Registernummer: 032/052OL, https://www.leitlinienprogramm- onkologie.de/leitlinien/hautkrebs-praevention/ (abgerufen am: 19.06.2021)

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich oder kontaktieren Sie den Arzt / die Ärztin Ihres Vertrauens.

Zusammen ans Ziel und jeden Tag ein bisschen besser!

Ihre Alexandra Bipp